Kein Preis zu hoch: Die große CouponFollow Haustier-Finanz-Studie 2026

Die neue CouponFollow-Studie zu Ausgaben rund ums Haustier zeigt: Mehr als jeder zweite Deutsche (54,7 Prozent) lebt mit mindestens einem Haustier zusammen – und weitere 14,1 Prozent würden liebend gerne eines haben. Die repräsentative Befragung von 2.000 Deutschen, gemeinsam durchgeführt mit Appinio, macht deutlich: Haustiere sind kein Randphänomen, sondern fester Teil unserer Gesellschaft. Doch wie weit geht diese Hingabe?
Für den Dackel in den Dispo: So (viel mehr) lieben Deutsche ihre Haustiere
Inflation und globale Krisen treiben die Preise des Alltags in die Höhe – und zwingen viele Deutsche dazu, den Gürtel regelmäßig enger zu schnallen. Auch vor dem Tierfutter machen die Preisentwicklungen nicht Halt: Innerhalb von nur fünf Jahren – von Januar 2020 bis Dezember 2025 – sind die Preise für Hunde- oder Katzenfutter laut Preismonitor des Statistischen Bundesamts um 35 Prozent gestiegen. Doch wo setzen Haustierbesitzer den Rotstift an, wenn das Geld knapp wird?
Wer sparen muss, spart an sich selbst, an Freunden, am Trinkgeld – und wenn es sein muss, gehen viele lieber in den Dispo. Nur nicht zuerst am Tier sparen. Gerade einmal 2,3 Prozent der Haustierbesitzer würden dort als Allererstes den Rotstift ansetzen. Mehr als doppelt so viele – 4,8 Prozent – nehmen lieber Schulden in Kauf.
- Kinderlosigkeit ist eine Frage der Perspektive: 5,9 Prozent der kinderlosen Haustierbesitzer würden zuerst in den Dispo gehen, am Haustier zuerst zu sparen käme für nur 1,9 Prozent der kinderlosen Pet Parents in Frage.
- Wenn die Eltern doch ein Lieblingskind haben: Unter Eltern würden 6,3 Prozent zuerst beim Nachwuchs sparen, beim Haustier nur 2,6 Prozent.
- Das dritte Rad am Wagen, zumindest finanziell: In Paarbeziehungen landet der Partner oder die Partnerin (4,6 Prozent) auf der Sparliste vor dem Haustier (2,3 Prozent).

Nicht nur stehen Haustiere ganz am Ende der Sparliste – über acht von zehn (81,8 Prozent) Haustierhaltern gaben in der CouponFollow Haustier-Finanz-Studie 2026 konkret an, dass sie der Aussage „Ich würde eher bei Ausgaben für mich selbst sparen als bei Ausgaben für mein(e) Haustier(e)" eher (33,5 Prozent) bis voll und ganz (48,3 Prozent) zustimmen. Ganz vorne mit dabei sind Frauen und pensionierte Personen.
- Frauen: Über die Hälfte der Frauen stellt ihr Tier klar vor sich selbst, 54,1 Prozent stimmen der Aussage voll und ganz zu, Männer nur 42,0 Prozent.
- Rentnerinnen und Rentner: Rund zwei Drittel (64,4 Prozent) stimmen voll und ganz zu, eher bei sich als beim Haustier zu sparen.
Fazit: Im deutschen Haushalt haben die geliebten Vierbeiner einen Sonderstatus. Sie stehen außerhalb der normalen Sparlogik – und das trotz steigender Versorgungskosten. Wenn die Deutschen also nicht an ihren Haustieren sparen, wie viel geben sie dann am Ende (des Monats) für sie aus?
Bundesländer-Check: Was sich die Deutschen ihre Tierliebe kosten lassen
Mehr als 7 von 10 deutschen Haustierbesitzern (72,3 Prozent) geben monatlich zwischen 26 und 100 Euro für ihr Tier aus; für Futter, Pflege, Zubehör und Tierarztbesuche. Nur eine kleine Minderheit kommt mit weniger als 25 Euro im Monat aus (10,3 Prozent). Doch was ist mit dem Rest?Immerhin 17,3 Prozent geben mehr als 100 Euro monatlich aus – und je nach Bundesland ist dieser Anteil deutlich höher. Wo die Haustiere mit dem goldenen Napf leben? Die Karte zeigt es – einfach auf einen Bundesland-Kreis klicken:
Schleswig-Holstein führt mit Abstand die Rangliste der ausgabefreudigsten Tierhalter-Bundesländer an: 39,5 Prozent geben mehr als 100 Euro monatlich aus, fast jeder Zehnte (9,3 Prozent) sogar über 200 Euro. Baden-Württemberg folgt mit 30,5 Prozent über 100 Euro auf Platz zwei, Berlin landet mit 23,2 Prozent über 100 Euro und 8,7 Prozent über 200 Euro auf Rang drei.
| Rang | Bundesland | 101–200 €/Monat | >200 €/Monat | >100 €/Monat |
| 1 🥇 | Schleswig-Holstein | 30,20% | 9,3 % | 39,5 % |
| 2 🥈 | Baden-Württemberg | 25,70% | 4,8 % | 30,5 % |
| 3 🥉 | Berlin | 14,50% | 8,7 % | 23,2 % |
Jetzt wird’s ernst: Wo würden die Deutschen für ihre Tiere sparen?
Die Gleichung ist simpel: Wer nicht am Haustier spart, zahlt den Preis an anderer Stelle. Doch wie hoch sind diese Opportunitätskosten im Alltag wirklich? Da es für die meisten Deutschen kaum zur Debatte steht, ihren tierischen Begleitern etwas vorzuenthalten, bleibt nur die große Frage, in welchen eigenen Lebensbereichen sie stattdessen Verzicht üben würden. Für die CouponFollow Haustier-Finanz-Studie 2026 wollten wir es genau wissen und haben Haustierbesitzer vor die Wahl gestellt: Welche Budgets räumen sie für ihr Tier als Erstes leer?
Die Antworten zeigen: Die Bereitschaft zum Verzicht ist groß. Doch wie zeigt sich das im Detail?
Sparposten #1 – “Restaurant & Take-away”
Rund jeder zweite Tierhalter (51,7 Prozent) würde auf Restaurantbesuche und Take-away verzichten, bevor er beim Haustier spart – und das, obwohl die Deutschen laut OpenTable Trend Report im Food-Jahr 2026, rund 7-mal pro Monat auswärts essen gehen wollen und 76 Prozent darin insbesondere die Möglichkeit sehen, sich mit anderen Menschen verbunden zu fühlen.
Wer verzichtet am ehesten auf den Restaurantbesuch?
- GenZ kocht am ehesten selbst (für ihr Tier): Mit 58,1 Prozent verzichten 18–24-Jährige am häufigsten auf Auswärts essen und Takeout – Best Ager (55–65 Jahre) halten daran deutlich mehr fest: Nur 48,0 Prozent sparen hier.
- Das Sparparadoxon der Mittelschicht: Hundebesitzer mit €3.001–€4.000 sparen am stärksten bei der Essens-Convenience (56,6 Prozent) – während die Gehaltsklasse darunter (€2.001–€3.000) deutlich seltener (48,8 Prozent) darauf verzichtet, sich bekochen zu lassen.
Sparposten #2 – “Freizeitaktivitäten”
Fast die Hälfte der Tierhalter (47,6 Prozent) würde Kultur- und Hobbyausgaben kürzen, um nicht an ihrem Haustier zu sparen. Laut dem Sozialbericht 2024 der Bundeszentrale für politische Bildung geben Deutsche Haushalte im Schnitt 245 Euro monatlich für Freizeit, Sport und Kultur aus. Diese aktiven Freizeitpläne werden dennoch am zweitschnellsten über Bord geworfen.
Wer würde am ehesten auf Freizeitaktivitäten verzichten?
- Alleinlebende würden am meisten Freizeit für ihr Tier aufgeben: 57,5 Prozent von ihnen verzichten lieber auf Kultur oder Hobbies, als an ihrem Vierbeiner zu sparen.
- Andere Generation, andere Prioritäten: Während 18–24-Jährige nur zu 38,5 Prozent ihre Freizeitaktivitäten kürzen würden, ist jeder zweite Best Ager (50,9 Prozent) am ehesten bereit, hier Abstriche zu machen.
Sparposten #3 – “Kleidung/ Schuhe”
Kleidung und Schuhe sind keine optionalen Budget-Töpfe wie beispielsweise ein Restaurantbesuch, sondern ein Grundbedürfnis. Trotzdem würden 41,7 Prozent der Tierhalter hier den Rotstift ansetzen, bevor das Haustier weniger bekommt. Das zeigt: Tierliebe geht tiefer als Komfort und perfekter Look.
Wer reduziert am ehesten den Mode-Posten?
- Ist Männern Mode wichtiger als Frauen? Frauen würden zu 45,8 Prozent ihre Kleidungsbudgets kürzen, während Männer nur zu 37,7 Prozent bei diesem Posten sparen würden.
- GenZ depriorisiert Kleidung am meisten: 18–24-Jährige würden zu 46,2 Prozent bei Mode sparen, Best Ager (55–65 Jahre) nur zu 39,4 Prozent.

Sparposten #4 – “Beauty/ Wellness”
Nur jeder dritte Tierhalter (35,3 Prozent) würde Beauty- und Wellness-Ausgaben kürzen – einer der kleineren Sparposten. Das überrascht angesichts des hohen Stellenwerts, den Deutsche diesem Bereich beimessen, nicht: Laut einer McKinsey-Umfrage aus 2025 hat für über 60 Prozent der Deutschen Wellness eine hohe Priorität, und rund 20 Prozent planen sogar Mehrausgaben.
Wer würde am häufigsten an Beauty und Wellness sparen?
- GenZ, natürlich schön (und) entspannt: 18–24-Jährigen (41,88 Prozent) wäre am ehesten bereit, hier ihre Ausgaben zu reduzieren. Ganz anders sieht es bei der Altersgruppe der 35–44-Jährigen (31,95 Prozent) – ihnen fällt das Zurückfahren dieses Postens am schwersten.
- Frauen fällt der “Beauty/Wellness”-Budget-Cut leichter: Von den Frauen würden 37,8 Prozent ihre Beauty-/Wellness-Ausgaben kürzen, von den Männern nur 32,6 Prozent.
Sparposten #5 – “Urlaub/ Reisen”
Nur gut ein Drittel (35,3 Prozent) der Tierhalter würde bei ihren Urlaubsausgaben kürzen. Denn trotz wirtschaftlicher Belastungen und geopolitischer Spannungen planen zwei Drittel der Bundesbürger laut der 42. Deutschen Tourismusanalyse, im Jahr 2026 wenigstens eine Reise zu unternehmen. Urlaub hat bei den Deutschen also eine ungebrochen hohe Priorität.
Wer würde am ehesten auf seinen Urlaub verzichten?
- Singles oder Paare, wer verzichtet eher? 39,9 Prozent der Singles würden auf Reisen verzichten – deutlich mehr als der Durchschnitt (35,3 Prozent) und deutlich mehr als Paare (33,5 Prozent).
- Top 4 Bundesländer, die für ihr Haustier auf Urlaub verzichten würden: Bremen* (50 Prozent), Sachsen-Anhalt (43,1 Prozent), NRW (41,8 Prozent) und Berlin (40,6 Prozent).
* Aufgrund geringer Stichprobengröße nur eingeschränkt belastbarer Wert, der Vollständigkeit halber aber hier aufgeführt.
Sparposten #6 – “Abonnements”
Nur jeder vierte Tierhalter (26,4 Prozent) würde Abos und Streaming kürzen – die niedrigsten Sparquoten aller Kategorien. Ein klares Signal: Streaming ist der am wenigsten bedrohte Sparposten. Und das überrascht nicht: Deutsche Nutzer, so beispielsweise die Simon-Kucher Streaming-Studie, investierten 2025 durchschnittlich 30 Prozent mehr in ihre Streaming-Abos als noch im Vorjahr.
Wer hängt am wenigsten an seinen Abonnements?
- Rentner würden Abos häufiger kürzen als andere Beschäftigungsgruppen: 28,8 Prozent der pensionierten Haustierbesitzer wären bereit ihre Abonnements einzusparen, im Kontrast dazu sind Studierende mit 21,6 Prozent am wenigsten dazu bereit ihre Abonnements einzuschränken.
- Auch zwischen den Bundesländern gibt es Unterschiede: Vergleicht man die Bundesländer, wären Befragte in Baden-Württemberg mit 38,1 Prozent am ehesten dazu bereit auf ihre Abonnements zu verzichten, am wenigsten dazu bereit wären Tierbesitzer aus Sachsen-Anhalt mit 11,8 Prozent.
Fazit: Pets first – und zwar mit Ansage
Die CouponFollow Haustier-Finanz-Studie 2026 macht unmissverständlich klar: Haustiere sind in Deutschland längst keine „Lifestyle-Option“, sondern Familie – mit Budget-Sonderstatus. Trotz spürbar gestiegener Futterpreise und allgemeinem Kostendruck sparen Tierhalter nicht zuerst beim Tier, sondern bei sich selbst: Restaurant & Take-away, Freizeit, Mode – sogar Urlaub werden eher gekürzt, bevor am Napf gespart wird. Das Haustier steht außerhalb der klassischen Sparlogik. Und wenn’s eng wird, wird nicht selten lieber der eigene Komfort reduziert – im Extremfall sogar der Dispo akzeptiert – statt dem Tier etwas vorzuenthalten.
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